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AGB- Theaterpädagogik-Theaterpädagogik-

Basis-Lehrgang: „Die Seminare“

AGB- Theaterpädagogik -Basis- Lehrgang - Start Februar 2021

 

Veranstalter AGB - Akademie für Gruppe und Bildung

Lehrgangsleitung Mag.a Lisa Kolb-Mzalouet

 

Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.

Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.(Peter Kuzmic)

 

ORT:  1060 Wien, MAHÜ 91

11 Seminare, 27 Seminartage,  7 Trainer*innen

Lehrgangskosten: 3260€

 

Infos zu Terminen, Inhalten und Anmeldebedingungen bitte im Downloadbereich

 

Anmeldungen zum Lehrgang über :

https://www.agb-seminare.at/fach-bereiche/theater-paedagogik-schauspiel.html

 

 

 

Die Inhalte der Seminare

 

 

Modul 1:

Hier spielt jede/r eine Rolle – Improvisation I

 

Im Anfangsseminar steht das Kennenlernen im Mittelpunkt: Über das Medium Theater,

über Rollen und Szenen werden erste Erfahrung miteinander gesammelt. Die bewusste

Wahrnehmung des eigenen Körperausdrucks, Körperarbeit und die körperliche Gestaltung

von Figuren sind der Ausgangspunkt für das Spiel, die Gruppe ist der Ausgangspunkt für

ko-kreative Prozesse. Weitere Inhalte sind die Orientierung im Gesamtlehrgang und den

zugrunde liegenden Ideen, sowie Reflexionen zu Anfangsprozessen in Gruppen und Infos

zu den Praxisfelder der Theaterpädagogik.

 

Modul 2:

Die spielende Gruppe - Improvisation II

 

Gruppenprozesse und das Wechselspiel zwischen Gemeinschaft und Individualität stehen

Im Mittelpunkt dieses Moduls: das Spiel miteinander in der Gruppe und einzeln vor der

Gruppe. Im ko-kreativen Dialog entsteht Neues und Unvorhersehbares. Der Kontakt

zwischen den SpielerInnen ist die Basis von Gestaltungsprozessen. Stimmungen und

Beziehungsatmosphären werden einsehbar gemacht, um dann in den Improvisationen

eingesetzt zu werden. Spiel wird als offener Gestaltungsprozesse erlebt, Kriterien für

Leistung und Können werden reflektiert und adaptiert.

 

 

Modul 3:

Kontakt im Spiel - Improvisation III

 

Kontakt und Beziehungsqualitäten werden als Grundlage der theaterpädagogischen

Arbeit im Spiel, in der Regiearbeit, in der Gruppenleitung und zum Publikum thematisiert.

Der Spielraum ist Labor für Neugierde und neue Erfahrungen; Wahrnehmung und

Sensibilität in Bezug auf sich selbst und die MitspielerInnen sind Voraussetzungen für Ko-

Kreativität, für Präsenz auf der Bühne und im Leben. Wertschätzung sich selbst und

Anderen gegenüber ermöglicht es die Schätze von Kooperation in kreativen Prozessen zu

erkennen und selbstbewusst zu gestalten.

 

 

Modul 4:

Forumtheater

 

Forumtheater ist eine Form des „Theaters der Unterdrückten“ nach Augusto Boal, in dem

das Publikum aufgefordert wird, sich direkt in die Szenen einzumischen und aus der Rolle

der benachteiligten Person das Geschehen zu verändern. In dem Seminar werden

Konfliktszenen ausgehend von alltäglichen Unterdrückungssituationen erarbeitet und in

einer Forumtheateraufführung mit eingeladenem Publikum als Mitspieltheater gespielt –

die Bühne wird zur Probe für die Wirklichkeit, Veränderungsprozesse werden miteinander

erlabt! In der Erarbeitung der Szenen kommen verschiedene Probetechniken zur

Anwendung, das Rollentraining orientiert sich an der Praxis Boals und Stanislavskys.

Weiters: Informationen über Anwendungsbereiche von Forumtheater österreichweit und

international und über das "Theater der Unterdrücken", nach Augusto Boal.

 

 

Modul 5:

Unsichtbares Theater

 

Eine alltägliche Konfliktszene wird dort gespielt, wo sie stattfindet, im Kaffeehaus, in der UBahn,

im Park,... die anwesenden Passanten sind das Publikum, das beteiligt wird, in

einer Szene des Alltags mitspielt und nicht weiß, dass es sich in diesem Falle

ausnahmsweise um eine inszenierte Geschichte handelt. Im Seminar werden wir Szenen

erarbeiten und draußen, im öffentlichen Raum, eine einfache "Unsichtbare Theateraktion"

durchführen. Weiters: Theorie zum Unsichtbaren Theater und dem Theater der

Unterdrückten als Methoden des politischen Theaters.

 

 

Modul 6:

Theater – Spielen als Selbsterfahrung

 

Schwerpunkt dieses Seminars liegt in der Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich selbst, auf

das persönliche Erleben und auf die Gruppendynamik. Die Person des Spielers / der

Spielerin ist im Fokus, mit ihren Gefühlen und Gedanken beim Spielen, bei ihrer Art sich

auszudrücken, in Interaktion mit anderen zu treten, zu kommunizieren, sich zu beteiligen.

Welche Rollen liegen mir, was drücke ich gerne aus, was möchte ich lieber nicht zeigen?

Und warum /nicht? Theater- Spielen als Experiment zur Erweiterung der persönlichen

Möglichkeiten und des Erlebens. Weiters: theoretische Gedanken zur Selbsterfahrung.

 

 

Modul 7:

Spielen mit Texten 1 - Shakespeare

 

Zwei unterschiedliche Herangehensweisen werden in den beiden Modulen „Spielen mit

Texten“ ausprobiert: Shakespeare - das „großen Welttheater" und seine Texte sind

Ausgangspunkte für Improvisationen und die Annäherung an seine Figuren und

Geschichten. Diese zu verkörpern und im Spiel zu beleben und dabei Widersprüchliches

und Mehrdeutiges auszudrücken und darzustellen ist das Ziel dieses Moduls.

 

 

Modul 8:

Spielen mit Texten 2 -Zeitungstheater - nach Augusto Boal

 

Verschiedenste Zeitungen mit ihren widersprüchlichen inhaltlichen und sprachlichen

Ausdrucksformen sind der Ausgangspunkt für eine - fast medienpädagogische -

Herangehensweise, die die kritische Auseinandersetzung der LeserIn und des späteren

Publikums mit den täglichen gedruckten „Halbwahrheiten“ fördert. Was zwischen den

Zeilen steht wird dargestellt, Szenencollagen werden inszeniert und beim

„Zeitungstheaterbrunch“ dem geladenen Publikum vorgespielt.

 

 

Modul 9:

Fest der offenen Bühnen - Totales Mitspieltheater

 

Auf der Basis von Improvisation, Raumgestaltung und Interaktion wird ein Mitspieltheater

vorbereitet, Veranstaltungsplanung sowie Designs und Kommunikationsstrukturen für

Großgruppen werden thematisiert, die Rolle des/der SpielleiterInnen der interaktiven

Bühnen und der Gesamtmoderation wird erarbeitet. - Die geladenen Gäste sind SpielerIn

und Publikum zugleich, sie bewegen sich wie auf einem Marktplatz von Bühne zu Bühne,

sie erleben verschiedene Mitspielimpulse und Bühneninszenierungen, sie schauen zu, sie

spielen mit.

 

 

Modul 10:

Buen Vivir - interaktive Theaterperformance im öffentlichen Raum

 

Mit dem Medium Theater können globale Wirklichkeiten verstehbar gemacht werden und

Veränderungen, die auf den großen Bühnen der Welt passieren, werden mit der eigenen

Lebenswirklichkeit verbunden. In diesem Modul werden gesellschaftliche

Transformationsprozesse, das Verhältnis zu Mitmenschen und Umwelt szenisch

thematisiert und die Frage gestellt, was gutes Zusammenleben ausmacht. Die

Lehrgangsgruppe findet ihre Standpunkte dazu und bringt ihre Botschaft für ein gutes

Zusammenleben - Buen Vivir- in den öffentlichen Raum - auf die Strasse: eine

performative Form wird einstudiert, die Inszenierung wird mit Video festgehalten und

später im Internet geteilt.

 

 

Modul 11:

Projektpräsentation – Abschließen und Auswerten

 

Im Rahmen des letzten Moduls werden die jeweiligen theaterpädagogischen

Praxisprojekte und die Integration theaterpädagogischer Zugänge in die eigene Praxis.

präsentiert. Weitere Themen sind Abschiedsprozesse und der Lehrgangsabschluss

 

 

Das Motto des Lehrgangs, Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.

Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen, ( von Peter Kuzmic),

 

soll sowohl auf der individuellen, als auch auf der Gruppenebene und der Ebene von

Gesellschaft deutlich machen, wie wichtige Visionen sind als Orientierung für das

gegenwärtige Handeln. Kreativität und Kunst können dabei Quellen der Kraft sein und uns

Mut geben uns über das Gewohnte hinaus zu entwickeln und Bereiche zu erforschen, die

uns zuerst mal fremd sind: Theater wird zur Probe für die Wirklichkeit (Zit. Augusto Boal).

Besonders heute und jetzt brauchen wir - auf dieser Welt - Menschen, die kreativ und

mutig und resilient  sind, indem sie Lösungen suchen, die das Gute Leben für Alle als Ziel

haben.

 

Dieser Lehrgang möchte ein Angebot setzen, sich in diesem Sinne zu stärken und weiter

zu entwickeln.

 

 

 

Die TrainerInnen im AGB –Theaterpädagogik-Lehrgang

 

Henry Thorau: Prof Dr., Literatur- und Theaterwissenschafter, Übersetzer und

langjähriger Freund und Kenner der Arbeit von Augusto Boal, Autor, Psychodramatiker

 

 

 

René Reichel: Dr., Politologe, Psychotherapeut und Supervisor, Trainer für

Gestaltpädagogik und kreative Gruppenarbeit in der AGB, Ausbildner für Psychosoziale

Beratung, Supervision und Coaching www.reichel-reichel.at

 

 

Hubertus Zorell: Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge, https://www.zorellvondrak.at

und einer der fünf Direktoren des Theater Olé.  https://www.theater-ole.at

 

 

Daniel Gajdusek-Schuster: Mag., Gestalt- und Spielpädagoge, systemischer Sozial- und

Bildungsmanager, Erwachsenenbildner, Mitglied des AGB-TrainerInnenpools, Artist,

Magier und Performer. www.morelli.at

 

 

Michael Wrentschur: Dr., Soziologe und Theaterpädagoge, Lehrbeauftragter am Institut

für Erziehungswissenschaft der Universität Graz, Abteilung für Sozialpädagogik mit den

Arbeitsschwerpunkten: Theaterarbeit in sozialen Feldern, soziokulturelle Arbeit und soziale

Partizipation, Theorie und Praxis des szenischen Forschens, zahlreiche Publikationen.

Künstlerischer Leiter von „InterACT- Werkstatt für Theater und Soziokultur“ in Graz

www.interact-online.org. Leitung zahlreicher (Forum-)Theaterworkshops, -projekte und -

produktionen in sozialen Feldern, u.a. mit wohnungslosen Menschen, InsassInnen von

Gefängnissen zur Gewaltprävention und Konfliktmanagement, BürgerInnenbeteiligung und

Organisationsentwicklung.

 

Stefan Pawlata: Mag.(FH),Sozialarbeiter, Supervisor, Theaterpädagoge, Schauspieler.

http://stefanpawlata.com/

 

 

Katharina Kraus: BA, Schauspielerin, Theaterpädagogin und Kunsttherapeutin und

Dozentin an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik.

 

 

Lehrgangsleitung

 

Lisa Kolb-Mzalouet: Mag.a(FH), DSA, Sozialarbeiterin, Theaterpädagogin, Solo-

Theaterspielerin, Trainerin in der Erwachsenenbildung, Ausbildungsleiterin in der AGB-

Akademie für Gruppe und Bildung,Leiterin von Lehrgängen und Seminaren zu

Interkultureller Kompetenz und Diversity Management, Obfrau der ARGE ForumTheater

Österreich; seit über 30 Jahren beschäftigt mit theaterpädagogischen Projekten,

Seminaren und Workshops in Österreich und im Ausland, Schwerpunkt: Theaterpädagogik

nach Augusto Boal und Christian Suchy;  http://www.lisa-kolb.at/about.html

Weitere Informationen &  Downloads:

AGB Theaterpädagogik - Basis Lehrgang 2021 INFOS.pdf

AGB Theaterpädagogik-Lehrgänge „Leitgedanken und Ziele“

AGB Theaterpädagogik-Aufbau-Lehrgang „Die Seminare“

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© 2018 by Lisa Kolb