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AGB- Theaterpädagogik-Theaterpädagogik-

Basis-Lehrgang: „Die Seminare“

AGB- Theaterpädagogik -Basis- Lehrgang

 

„Gut ist besser als besser - Transformationen kreativ gestalten - Szenisches Weben an einer von Kooperation geprägten Gesellschaft“

 

 

Die Inhalte der Seminare

 

Modul 1:

Hier spielt jede/r eine Rolle – Improvisation I

Im Anfangsseminar steht das Kennenlernen im Mittelpunkt: Über das Medium Theater, über Rollen und Szenen werden erste Erfahrung miteinander gesammelt. Die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körperausdrucks, Körperarbeit und die körperliche Gestaltung von Figuren sind der Ausgangspunkt für das Spiel, die Gruppe ist der Ausgangspunkt für ko-kreative Prozesse. Weitere Inhalte sind die Orientierung im Gesamtlehrgang und den zugrunde liegenden Ideen, sowie Reflexionen zu Anfangsprozessen in Gruppen und Praxisfelder der Theaterpädagogik.

 

Modul 2:

Kontakt im Spiel - Improvisation II

Kontakt und Beziehungsqualitäten  werden als Grundlage der theaterpädagogischen Arbeit im Spiel, in der Regiearbeit, in der Gruppenleitung und zum Publikum thematisiert. Der Spielraum ist Labor für Neugierde und Erfahrungen; Wahrnehmung und Sensibilität in Bezug auf sich selbst und die Anderen sind Voraussetzungen für ästhetische Wahrnehmung und Präsenz auf der Bühne und im Leben. Wertschätzung  sich selbst und Anderen gegenüber ermöglicht es die Schätze von kreativen Prozessen zu erkennen und Kunst neu zu erkennen.

 

Modul 3:

Die spielende Gruppe - Improvisation III

Gruppenprozesse und das Wechselspiel zwischen Gemeinschaft und Individualität stehen Im Mittelpunkt dieses Moduls: das Spiel miteinander in der Gruppe und einzeln vor der Gruppe. Im ko-kreativen Dialog entsteht Neues und Unvorhersehbares. Der Kontakt zwischen den SpielerInnen ist die Basis von Gestaltungsprozessen. Stimmungen und Beziehungsatmosphären werden bewusst wahrgenommen, um dann in den Improvisationen eingesetzt zu werden. Spiel wird als offener Gestaltungsprozesse erlebt, Kriterien für Leistung und Können werden reflektiert und adaptiert.

 

Modul 4:

Forumtheater

Forumtheater ist eine Form des „Theaters der Unterdrückten“ nach Augusto Boal, in dem das Publikum aufgefordert wird, sich direkt in die Szenen einzumischen und aus der Rolle der benachteiligten Person das Geschehen zu verändern. In dem Seminar werden Konfliktszenen ausgehend von alltäglichen Unterdrückungssituationen erarbeitet und ein Forumtheateraufführung mit eingeladenem Publikum als Mitspieltheater gespielt – die Bühne wird zur Probe für die Wirklichkeit! In der Erarbeitung der Szenen kommen verschiedene Probetechniken zur Anwendung, das Rollentraining orientiert sich an der Praxis Boals und Stanislavskys.  Weiters: Informationen über Anwendungsbereiche von Forumtheater österreichweit und international und über das "Theater der Unterdrücken" nach Augusto Boal

 

Modul 5:

Unsichtbares Theater

Eine alltägliche Konfliktszene wird dort gespielt, wo sie stattfindet, im Kaffeehaus, in der U- Bahn, im Park,... die anwesenden Passanten sind das Publikum, das beteiligt wird, in einer Szene des Alltags mitspielt und nicht weiß, dass es sich in diesem Falle ausnahmsweise um eine inszenierte Geschichte handelt. Im Seminar werdenSzenen erarbeiten und eine einfache "Unsichtbare Theateraktion" durchführen.

Weiters: Theorie zum Unsichtbaren Theater und dem Theater der Unterdrückten als Methoden des politischen Theaters.

 

Modul 6:

Theater – Spielen als Selbsterfahrung

Schwerpunkt dieses Seminars liegt in der Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich selbst, auf das persönliche Erleben und auf die Gruppendynamik. Die  Person des Spielers / der Spielerin ist im Fokus, mit ihren Gefühlen und Gedanken beim Spielen, bei ihrer Art sich auszudrücken, in Interaktion mit anderen zu treten, zu kommunizieren, sich zu beteiligen. Welche Rollen liegen mir, was drücke ich gerne aus, was möchte ich lieber nicht zeigen? Und warum /nicht? Theater- Spielen als Experiment zur Erweiterung der persönlichen Möglichkeiten und des Erlebens. Weiters: theoretische Gedanken zur Selbsterfahrung.

 

Modul 7:

Spielen mit Texten 1 - Shakespeare

Zwei unterschiedliche Herangehensweisen werden in den beiden Modulen „Spielen mit Texten“ ausprobiert: Shakespeare - das "großen Welttheater" und seine Texte sind Ausgangspunkte für Improvisationen und die Annäherung an seine Figuren und Geschichten. Diese zu verkörpern und  im Spiel zu beleben und dabei Widersprüchliches und Mehrdeutiges auszudrücken und darzustellen ist das Ziel dieses Moduls.

 

Modul 8:

Spielen mit Texten 2 -Zeitungstheater - nach Augusto Boal

Verschiedenste Zeitungen mit ihren widersprüchlichen inhaltlichen und sprachlichen Ausdrucksformen sind der Ausgangspunkt für eine - fast medienpädagogische- Herangehensweise, die die kritische Auseinandersetzung der LeserIn und des späteren Publikums mit den täglichen gedruckten „Halbwahrheiten“ fördert. Was zwischen den Zeilen steht wird dargestellt, Szenencollagen werden inszeniert und beim „Zeitungstheaterbrunch“ dem geladenen Publikum vorgespielt.

 

Modul 9:

Fest der offenen Bühnen - Totales Mitspieltheater

Auf der Basis von Improvisation, Raumgestaltung und Interaktion wird ein Mitspieltheater vorbereitet, Veranstaltungsplanung sowie Designs und Kommunikationsstrukturen für Grossgruppen werden thematisiert, die Rolle des/der SpielleiterInnen der interaktiven Bühnen und der Gesamtmoderation wird erarbeitet. - Die geladenen Gäste sind SpielerIn und Publikum zugleich, sie bewegen sich, wie auf einem Marktplatz von Bühne zu Bühne, sie erleben verschiedene Mitspielimpulse und Bühneninszenierungen, sie schauen zu, sie spielen mit.

 

Modul 10

Buen Vivir - interaktive Theaterperformance im öffentlichen Raum

Mit dem Medium Theater können globale Wirklichkeiten verstehbar gemacht werden und Veränderungen, die auf den großen Bühnen der Welt passieren, werden mit der eigenen Lebenswirklichkeit verbunden. In diesem Modul werden gesellschaftliche Transformationsprozesse, das Verhältnis zu Mitmenschen und Umwelt szenisch thematisiert und die Frage gestellt, was gutes Zusammenleben ausmacht. Die Lehrgangsgruppe findet ihre Standpunkte dazu und bringt ihre Botschaft für ein gutes Zusammenleben - Buen Vivir- in den öffentlichen Raum - auf die Strasse: eine performative Form wird einstudiert, die Inszenierung  wird mit Video festgehalten und später im  Internet geteilt.

 

Modul 11

Projektpräsentation – Abschließen und Auswerten

Im Rahmen des letzten Moduls werden die jeweiligen theaterpädagogischen Praxisprojekte und die Integration theaterpädagogischer Zugänge in die eigene Praxis. präsentiert. Weitere Themen sind Abschiedsprozesse und der Lehrgangsabschluss.

 

 

Die TrainerInnen im AGB –Theaterpädagogik-Lehrgang

Henry Thorau: Univ.-Prof. Dr., Universität Trier, Literatur- und Theaterwissenschafter, Übersetzer und langjähriger Freund und Kenner der Arbeit von Augusto Boal, Psychodramatiker

 

René Reichel: Dr., Politologe, Psychotherapeut und Supervisor, Trainer für Gestaltpädagogik und kreative Gruppenarbeit in der AGB, Ausbildner für Psychosoziale Beratung, Supervision und Coaching www.reichel-reichel.at

 

Hubertus Zorell: Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge, http://www.zorellvondrak.at und einer der fünf Direktoren des Theater Olé

http://www.theater-ole.at

 

Daniel Gajdusek-Schuster: Mag., Gestalt- und Spielpädagoge, systemischer Sozial- und Bildungsmanager, Erwachsenenbildner, Mitglied des AGB-TrainerInnenpools, Artist, Magier und Performer. www.morelli.at

 

Dr. Michael Wrentschur: Soziologe und Theaterpädagoge, Assistent am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Graz, Abteilung für Sozialpädagogik mit den Arbeitsschwerpunkten: Theaterarbeit in sozialen Feldern, soziokulturelle Arbeit und soziale Partizipation, Theorie und Praxis des szenischen Forschens, zahlreiche Publikationen. Künstlerischer Leiter von „InterACT- Werkstatt für Theater und Soziokultur“ in Graz www.interact-online.org. Leitung zahlreicher (Forum-)Theaterworkshops, -projekte und -produktionen in sozialen Feldern, u.a. mit wohnungslosen Menschen, InsassInnen von Gefängnissen zur Gewaltprävention und Konfliktmanagement, BürgerInnenbeteiligung und Organisationsentwicklung.

 

Lehrgangsleitung

Lisa Kolb-Mzalouet: Mag.a(FH), DSA, Sozialarbeiterin, Theaterpädagogin, Solo-Theaterspielerin, Trainerin in der Erwachsenenbildung, Ausbildungsleiterin in der AGB- Akademie für Gruppe und Bildung, Körpertherapeutin (Anerkennung durch die EABP- European Association of Bodypsychotherapie), Leiterin von Lehrgängen und Seminaren zu Interkultureller Kompetenz und Diversity Management, Mitarbeiterin im Integrationsservice der NÖ Landesakademie“, Mitbegründerin der Theatergruppe WIEGL- Theater der Unterdrückten, Obfrau der ARGE ForumTheater Österreich; seit über 30 Jahren beschäftigt mit theaterpädagogischen Projekten, Seminaren und Workshops in Österreich und im Ausland, Schwerpunkt: Theaterpädagogik nach Augusto Boal und Christian Suchy

Weitere Kategorien &  Downloads:

AGB Theaterpadäagogik-Lehrgänge „Leitgedanken und Ziele“

AGB Theaterpädagogik-Aufbau-Lehrgang „Die Seminare“

Termine Basis-Lehrgang 2017-2018

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