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AGB Theaterpädagogik-Aufbau-Lehrgang

„Die Seminare“

„Szenische Kompetenz“

 

Detailbeschreibung der einzelnen Module

 

Modul 1

Startseminar „Szenische Kompetenz“

Ausgangspunkte für die Zusammenarbeit ist das Wahrnehmen von „Szenischen Kompeten- zen“ und aktuellen theaterpädagogischen Profilen der TeilnehmerInnen, Zielsetzungen des Aufbau-Lehrgangs und individuelle und kollektive Entwicklungsschritte werden sichtbar gemacht, Einführung in die Peer Gruppenarbeit; Körperarbeit als Entwicklungsprinzip, Rituale als Szenen der Verdichtung.

 

Modul 2

Lehrstückspiel nach Bertolt Brecht

Theaterspiel als „soziologisches Experiment“: Die (Ohn)Macht der (Ohn)Mächigen?!?

Provokant, widersprüchlich und irritierend – die Lehrstücke von Bertolt Brecht als Spielvor- lagen fordern dazu auf, eigene Erfahrungen und Assoziationen in das Spielen einzubringen. Der Wechsel von Spielen, Beobachten und Reflektieren schärft die sinnliche und soziale Wahrnehmung, konfrontiert mit „gesellschaftlich qualifizierten Haltungen“ aus dem persönli- chen und politischen Alltag und eröffnet einen kreativ-experimentellen Raum für neue Deu- tungen und Handlungen.

Neben spezifischen Körper-, Bewegungs-, Ausdrucks- und Improvisationsübungen werden unterschiedliche Methoden der Textaneignung und des spielerischen Umgangs mit einem ausgewählten Lehrstücktext vorgestellt, ausprobiert und reflektiert

 

Modul 3

Frauen & Männeraspekte in der Theaterliteratur

Aktuelle dramatische Texte werden spielerisch untersucht, um

    den dramaturgischen Aufbau,

    die Figurenkonstellationen,

    die Konfliktlinien zu erkennen.

 

Aus ihnen erwachsen Herausforderungen an die Person des Spielers, an seine Spielweise und die Art einer möglichen Inszenierung.

Die Auseinandersetzung mit einer dramatischen Figur aus aktuellen Stücken konfrontiert mit dem eigenen alltagstheatralen Verhalten, den Befindlichkeiten und Ansichten.

Das spielerische Changieren zwischen realistisch, einfühlender und verfremdeter Spielweise sowie theatral gebrochener „Authentizität“ fordert zu Einlassung und eigener Stellungnahme heraus und verlangt konzentrierte und präsente „Dar“stellung.

Das Spiel im Ensemble – vom hier und jetzt zur fiktionalen Ebene und zurück – lässt das Spiel auf der Folie der Vorlage zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit der umgebenden Wirklichkeit werden und ermöglicht dem Ensemble, die Paradoxien unseres Alltags lustvoll in Szene zu setzen.

Die Texte werden rechtzeitig zur Lektüre bekannt gegeben.

 

Modul 4

Der Idee Ausdruck verleihen: ATEM und STIMME im Körper – Gruppe und Projektmanagement“ Teil 1 und Teil 2

 1. Potential und Wirkkraft von Stimme

 2. Projektmanagement: Strukturierung/Durchführung von Projekten/Wert/Preis/  Finanzmanagement

      als durchgehendes Arbeits- und Übungsfeld.

 

1. Atem, Körper, Stimme, Sprechen

Stimme ist Kontaktorgan im wörtlichen Sinne. Stimme ist Auswirkung eines körperlichen Ge- schehens des/der Sprechenden. Stimme berührt mit den Schallwellen physisch die Zuhören- den. Stimme erzeugt körperliches Geschehen in den Zuhörenden.

In diesem Seminar erforschen wir Potential und Wirkkraft von Stimme:

Was ist „körpergerechtes“ Atmen?

Wie entfalte ich Stimmkraft und Klang?

Wie schaffe ich mit Stimme Raum, Dynamik und Atmosphäre?

Wir ENTDECKEN: dass jede Stimme anziehend und schön klingt, wenn wir die Möglichkei- ten des Körpers als Klanginstrument üben.

Wir ENTFALTEN: neue Klangfarben, Nuancen und Modulationsmöglichkeiten der Stimme Wir GESTALTEN: unser Sprechen, unser Erzählen, unser Spielen

Erarbeiten eines Übungsprogramms für die Dauer des Lehrgangs.

 

 

2. Projektmanagement

Theaterpädagogische Projektarbeit braucht eine Menge an Managementfähigkeiten; Selbst- ständige Tätigkeit braucht Wissen über Rahmenbedingungen und Fähigkeiten zum Selbstma- nagement. Wir werden im Seminar mit Fachleuten einzelne Aspekte erarbeiten, wobei wir von den Wünschen und Bedürfnissen der TeilnehmerInnen ausgehen.

Erarbeiten eines Managementplanes für die Dauer des Lehrganges.

 

...und Teil 2 Zwischen erstem und zweitem Teil gibt es Zeit, um mit bestimmten im Seminar gelernten

   Übungen die eigene Stimme weiter zu entwickeln.

 

 

Modul 5

Vorbereitung für Sommertheaterprojekt

In diesem Seminar wird Material für die Ensembleproduktion gesammelt und ein gemeinsamer Arbeitsstil entwickelt. Hauptarbeitsmethode für die Stückentwicklung ist die Entwicklung von „Personnagen“ aus der Körperarbeit. Im gesamten Prozess werden diese Personnagen mit Shakespearetexten bzw. -figuren fusioniert. Die Arbeit mit Shakespeare ermöglicht einerseits die Vertiefung der Personnagen und andererseits die Möglichkeit, diese in einen dramatischen Kontext zu stellen.

 

Modul 6

Sommertheaterwoche

In dieser Intensivwoche liegt der Schwerpunkt in der Erarbeitung eines gemeinsamen Stü- ckes. Die Basis der Inszenierung sind die Personnagen aus dem Vorbereitungsworkshop. Die Geschichte des Stückes ist die Verknüpfung und Dramatisierung der Geschichten der Person- nagen, quasi sehr sehr frei nach Shakespeare. Diese kreative Entwicklungszeit hat einen Hö- hepunkt in Präsentationen am Samstagnachmittag und -abend. Das Grundprinzip dieser In- szenierung ist „Site-specific-theatre“, Der Ort ist Teil der Dramaturgie, das Publikum ist Teil der Aufführung und wandert von Bühne zu Bühne. Im Besonderen Musik, Lichtdesign und Bühnenbild werden ausgehend von den realen Bedingungen Aufführungsortes gemeinsam im Zuge des Kreationsprozesses entwickelt und komponiert.Kostüme, Frisuren, Schminke, Accessoires und diverse Utensilien und Objekte sind Teil dieses Kreationsprozesses. Die Entdeckung und Zuordnung dieser materiellen SpielpartnerInnen dienen der Entwicklung der Per-sonnagen und auch der Dramaturgie. - Dieses Seminar findet außerhalb von Wien statt.

 

Modul 7

Praxis und Vertiefung

Im Rahmen dieses  Moduls wird in einer Wiederaufnahme das Sommerstück am Samstagabend aufgeführt. Der Erarbeitungsprozess des Seminarseminars wird reflektiert Rollen und deren Bezie- hung zueinander und zur Geschichte werden durch Theateraufstellungsarbeit und Bilderthea- tertechniken vertieft.

 

Modul 8

Theorie, Inszenierungsanalyse und Inszenierungspraxis

In diesem Seminar werden relevante Theorien vermittelt, sowie modellhaft Kriterien für eine theaterpädagogische Inszenierungsanalyse erarbeitet. Rezeptionsverhalten unterschiedlicher Publikumsgruppen sowie Reflexions- und Feedbackkulturen werden bearbeitet und das Schreiben von Kritiken mit Berücksichtigung von theaterpädagogischen Kriterien wird geübt. Praxisbezug sind gemeinsame Theaterbesuche. Weiters werden eigene Inszenierungserfahrungen reflektiert und der Blick für Transformationsprozesse fokussiert. Erste Schritte zur Erarbeitung der Masterszene in der Peergruppe werden gesetzt.

 

Modul 9

Interne Präsentationen: Peergruppenprojekte und Einzelpräsentationen Die Masterszene sowie der bisherige Erarbeitungsprozess in der Peergruppe werden im Semi- nar vorgestellt. Weiters findet die ausführliche Präsentation des eigenen theaterpädagogischen Profils in der Lehrgangsgruppe statt.

 

Modul 10

Präsentationsseminar: Masterszenen und Projektpräsentation

Kernstück ist die Vorbereitung und Durchführung des Präsentationsabends vor eingeladenem Publikum mit der Ausstellung der „Theaterpädagogischen Profile“ der TeilnehmerInnen und der Aufführung der Masterszenen,

 

Modul 11

Erzähltheater

Die Möglichkeiten des Erzähltheaters können in vielfältigen Kontexten angewandt werden. Als Abschluss und Neubeginn stellt dieses Seminar eine Einführung in die theatrale Kunst des Erzählens dar, und öffnet wieder Türen für weitere Zugänge;Gleichzeitig ist dieses Modul auch das Abschlussmodul, es beinhaltet daher auch die Gesamtreflexion den Ausblick in die theaterpädagogische Zukunft und das Abschied nehmen

 

Die TrainerInnen

Gitta Martens,

ist emeritierte Leiterin des Fachbereichs Theater an der Akademie Remscheid, Deutschland. Sie ist Dipl.-Pol., hat Politik- und Theaterwissenschaften, Germanistik und Philosophie studiert und eine Ausbildung als Lehrerin Sek.I und Sek.II sowie als Psychodramaleiterin (DAGG). Berufliche Praxis in Schule, Theater, Jugendarbeit und Jugendberatung sowie Erwachsenenbildung, freie Regietätigkeit. Veröffentlichungen zu Theater und Genderfragen, Therapie, Kinder, Politik, Schule. Siehe hierzu auf der Homepage der Akademie Remscheid:

http://akademieremscheid.de/fachbereiche/theater/publikationen-literatur/gitta-martens/

 

Maga  Alexandra Schwendenwein

Atem-, Stimm- und Sprechtrainerin

Geb. 1970 in Wien. Schauspielausbildung, Studium der Afrikanistik,

Atem-, Stimm- und Sprechausbildung bei Prof. Dr. E. Schrattenholzer („Subtext, die Sprache der Stimme“), Tanz, Körperarbeit (Alexandertechnik, Taiji, Qigong, orientalischer Tanz, Feldenkrais etc.). Kommunikation: Rosenberg, Berckhan.

Außerdem: Systemische Arbeit (in Ausbildung zur systemischen Beraterin mit Schwerpunkt systemische Strukturaufstellung seit 2005), lösungsfokussierte Ansätze, Gestaltarbeit.

   Diverse Sprechkünstlerische Tätigkeiten (Lesungen u.a. mit dem Mozartchor Salzburg, für die Grazer Autorenvereinigung),

     Vorträge.

   Seit 1989 fachspezifisch in Unterricht und Training tätig.

    In der Schauspielausbildung: Privatkonservatorium Prayner, Schauspielschule Krauss,

     Universität für Musik und darstellende Kunst Graz.

    Für Rundfunk und Fernsehen: ORF (Wien und Landesstudios); Italien: für MediaArt (Bozen).

    In freier Seminartätigkeit („Stimme und erfolgreiche Kommunikation“; „Meine Stimme wirkt!“): für den ÖGB, das AMS, das

      Pädagogische Institut der Stadt Wien, die Verwaltungsakademie, Frauenförderungsprojekte der Unis Linz und Salzburg

      (KarriereLinks), die ARGE Wirtschaftsmediation, die Akademie für Sozialmanagement, in der Privatwirtschaft, im

      Sozialbereich und andere mehr.

 

Studium der Afrikanistik, Studienaufenthalte in Mali; Themenschwerpunkte: Demokratisierung in Mali, Bildung und Erziehung im Kontext des Kolonialismus einerseits und Antirassistischer Arbeit andererseits, Frauen.

„Die Entfaltung des eigenen, unverwechselbaren Potentials, wie sie u.a. die Arbeit an Atem und Stimme ermöglicht, erhöht die soziale und interkulturelle Kompetenz maßgeblich.“

 

Christian Suchy

lebt in Wien und Niederösterreich. Ausbildung  in verschiedenen Tanzstilen (Afro-Dance, Modern-Dance, Ballett, Ausdruckstanz), Schauspiel, Sprache, Stimme und Gesang, Pantomime, Mime, Clowntheater, Masken, Story-Telling, Story-Writing, Buffon-Theater, 1984-1994 Volksschullehrer. Seit 1987 freie Theaterarbeit national und international als Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Musiker. www.ch-suchy.com

 

Michael Thonhauser

Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge, Systemischer Berater und Akademischer Supervisor, , www.wegezumziel.at

 

Dr. Michael Wrentschur

Soziologe und Theaterpädagoge, Assistent am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Graz, Abteilung für Sozialpädagogik mit den Arbeitsschwerpunkten: Theaterarbeit in sozialen Feldern, soziokulturelle Arbeit und soziale Partizipation, Theorie und Praxis des szenischen Forschens, zahlreiche Publikationen.

Künstlerischer Leiter von „InterACT- Werkstatt für Theater und Soziokultur“ in Graz (www.interact-online.org). Leitung zahlreicher (Forum-)Theaterworkshops, -projekte und -produktionen in sozialen Feldern, u.a. mit wohnungslosen Menschen, InsassInnen von Gefängnissen zur Gewaltprävention und Konfliktmanagement, BürgerInnenbeteiligung und Organisationsentwicklung.

 

Hubertus Zorell

Hubertus Zorell arbeitet kontinuierlich als Theaterpädagoge, ist Trainer der Cliniclowns Oberösterreich und mit seinen Solostücken in Österreich und im ganzen deutschsprachigen Raum (auch gelegentlich darüber hinaus) unterwegs.http://www.zorellvondrak.at

 

 

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